 Laabla, Weckla, Kipfla - die oberfränkische BrötchenfamilieBrötchen, Semmeln, Kaiser? Laabla, Weckla, Kipfla? Wie heißen denn nun die Mitglieder der oberfränkischen Brötchenfamilie? Wer sich mit diesem Thema nicht nur kulinarisch, sondern auch sprachlich beschäftigt, stößt rasch auf regionale Besonderheiten und Merkmale der verschiedenen Sorten. Wie auch die Brotsorten, sind die Brötchensorten mindestens so zahlreich wie die Innungsbäckereien. Die wichtigsten sollten Sie kennen lernen, schon allein wegen der klangvollen Namen! Da ist zunächst einmal das „Laabla“, ein rundes Brötchen mit zart gesplitterter Kruste. Ebenfalls rund, aber in der Mitte etwas „eingedrückt“ ist das oberfränkische „Milchweckla“. Damit unterscheidet es sich wiederum vom „Kipfla“, welches eine längliche Form hat. Eine Besonderheit aus der Kulmbacher Gegend ist der „Bratwurst-Stollen“.
Hierbei handelt es sich keineswegs um ein Weihnachtsgebäck mit Bratwurstgeschmack, sondern um ein längliches Brötchen mit Anis, welches ausschließlich als „Bett“ für die berühmten Bratwürste verwendet wird.  Der Ursprung der geflochtenen ZöpfeEine weitere oberfränkische Besonderheit sind geflochtene Zöpfe, die ebenfalls aus verschiedenen Brötchenteigen hergestellt werden. Sie haben Ihren Ursprung in den so genannten Haaropfern. Als Zeichen der Trauer opferten Frauen früher ihre langen Zöpfe. Dieser Brauch wurde durch das Gebäckopfer ersetzt. Daher die Zopf-Brötchen. Häufig werden sie auch mit Mohn bestreut. |