 Die Bratwurst - eine oberfränkische LegendeFür alle Anhänger der Grillsaison ist Oberfranken das Bratwurst-Paradies. Aber auch frisch aus der Pfanne ist diese Köstlichkeit sehr lecker. Noch dazu lässt sich die Bratwurst quer durch Oberfranken immer neu entdecken. In Oberfranken wird die Bratwurst roh verkauft und nicht wie beinahe im gesamten Bundesgebiet üblich, gebrüht. Die Vorteile sind die absolute Frische, die bessere Entfaltung der Geschmacks- und Gewürzaromen beim Braten oder Grillen und das hervorragende Bratverhalten. Die Wurst läuft auf, wird dicker und bekommt eine leckere, leichte Kruste. Die Bratwurst wird ausschließlich am Tag der Herstellung und am Folgetag verkauft. Das ist einmalig in Deutschland und garantiert die Frische. Bratwurst-VariationenDie Coburger Bratwurst beispielsweise ist eine grobe Bratwurst aus Schweinefleisch, mit wenig Rindfleisch, 25 cm lang und im Schweinebändel (Schweinedarm) abgefüllt. Sie wird auf dem offenen Feuer über Kiefernzapfen, den so genannten „Möckela“ gegrillt. Rund um Bamberg, Lichtenfels und Kronach ist die Bratwurst mittelgrob mit 40 % Brätanteil. Ganz grob wird sie im Forchheimer Raum zubereitet. Ganz fein dagegen ab Kulmbach über Bayreuth bis nach Hof. Außer in Coburg tritt die Bratwurst stets als Paar auf, das am liebsten frisch vom Rost im Brötchen mit Senf genossen wird. Die Gewürze Majoran, Muskat, Zitrone, Salz und Pfeffer machen den feinen Geschmack aus. Außer im Brötchen begegnen dem Besucher die Bratwürste auch als „Blaue Zipfel“ (vor allem in der Bamberger Region). Die Bratwürste werden dazu im Essigsud mit viel Zwiebelringen, Lorbeerblättern, Nelken und Wachholderbeeren erwärmt. So werden sie schön knackig und färben sich leicht blau. Daher der Name. Sie schmecken als leckere Brotzeit mit frischen Brezen oder Brot und einem oberfränkischen Bier.  |