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Limmersdorf: zur Lindenkirchweih mit Tanz auf der Linde

beim Tanz auf der Linde  |  Bildquelle: Martin Koslowsky

beim Tanz auf der Linde | Bildquelle: Martin Koslowsky

beim Tanz auf der Linde  |  Bildquelle: Martin Koslowsky die Tanzlinde in Limmersdorf  |  Bildquelle: Lindenverein Limmersdorf Limmersdorfer Kerwa: Bieranstich  |  Bildquelle: Lindenverein Limmersdorf Limmersdorfer Lindenkirchweih: Kerwbuam und Madla  |  Bildquelle: Martin Koslowsky beim Tanz aufder Linde  |  Bildquelle: Martin Koslowsky Limmersdorfer Kerwa  |  Bildquelle: Martin Koslowsky Limmersdorfer Kerwa  |  Bildquelle: Martin Koslowsky Tanzpaar auf der Linde  |  Bildquelle: Martin Koslowsky Tanzpaar auf der Linde  |  Bildquelle: Martin Koslowsky Tanzpaar auf der Linde  |  Bildquelle: Martin Koslowsky Lindenkirchweih Limmersdorf  |  Bildquelle: http://www.lindenkirchweih.de/html/bildergallerie.html Lindenkirchweih Limmersdorf, die Kirchweihpredigt  |  Bildquelle: http://www.lindenkirchweih.de/html/bildergallerie.html Kirchweihumzug mit dem Kirchweih-Hammel  |  Bildquelle: http://www.lindenkirchweih.de/html/bildergallerie.html Kirchweihumzug mit dem Kirchweih-Hammel  |  Bildquelle: http://www.lindenkirchweih.de/html/bildergallerie.html Limmersdorfer Kerwa: Kirchweihbegräbnis  |  Bildquelle: http://www.lindenkirchweih.de/html/bildergallerie.html

Karte:

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Beschreibung:

Die Limmersdorfer Lindenkirchweih geht auf ein jahrhundertealtes Brauchtum zurück: Seit mindestens 1729 gibt es in Limmersdorf ein urfränkisches Kirchweihfest, in dessen Mittelpunkt die uralte, knorrige Tanzlinde des Dorfes steht. Manche behaupten sogar, dass es sich um das typischste aller fränkischen Kirchweihfeste handelt, denn das im Ort noch liebevoll gepflegte Brauchtum um den Kirchweihtanz war einst überall zuhause.

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Kulinarisches:

Die Limmersdorfer Kirchweih läuft nach einem festgelegten Ritus ab. Verantwortlich für die Vorbereitung sind vier ortsansässige ledige Burschen (“ Plootzborschen, Plootzbum”), die sich alljährlich neu zusammenfinden, um , um die Kirchweih am “Plootz” zu organisieren (“ den Plootz aufführen “). Dazu suchen sie sich vier ledige Mädchen aus dem Dorf (“ die Plootzmadla “), die sie dabei unterstützen. Natürlich wird rund um das Fest auch kulinarisch viel geboten. Dabei hält man sich in Limmersdorf ebenfalls gerne an überlieferte Gerichte und Spezialitäten.

Nach der einleitenden „Wirtshauskerwa“, die, wie überall zur Kirchweih in Franken, am Donnerstag und Freitag schlachtfrische Spezialitäten (“Schüpf, Krenfleisch, Siedwörscht “) bietet, findet zum Auftakt der Lindenkirchweih am Samstag nach dem “ Gebet - und Feierabendläuten “ ( abends um sechs Uhr ) regelmässig ein Kirchenkonzert in der direkt neben den “ Plootz “ stehenden, 500 Jahre alten “Johanneskirche” statt, deren besonderes Merkmal ein sogenannter “Baum-Christus” im Altar ist. Daran anschließend erfolgt der Anstich des ersten Fasses Festbier am “Plootz”, durchgeführt vom ersten Bürgermeister des Marktes Thurnau zu dem Limmersdorf seit der Eingemeindung 1978 gehört.

Am Sonntag Morgen wird ein Festgottesdienst abgehalten, an dem die “Platzpaare” in schmucker Festtagstracht gemeinsam teilnehmen. Diese vier Platzpaare holen sich dann am Sonntag und Montag im Rahmen des Festzuges gegenseitig von zu Hause ab (“ Rumspielen”). Dabei wird “zum Tanz aufgespielt”, früher im “Ern”, dem Hausflur, heute vor den Häusern, und der bzw. die Abzuholende erhält ein Blumensträußchen angeheftet, womit die festliche Tracht vollständig ist. Anschließend wird den Gästen eine kleine Erfrischung gereicht. Bei diesem Marsch durch das ganze Dorf sind neben vielen Gästen und der Musik der blumengeschmückte Hammel („Plootzhem`l“) und eine mit Bier gefüllte Gießkanne („Bierspreger“) zum Nachfüllen der handbemalten Bierkrüge der Plootzborsch`n dabei.

Nach Ankunft des Festzuges an der “Tanzlinde” führen die vier Platzpaare unter der Linde einen Tanz auf. Danach sucht sich jeder der acht “Plootzer” aus dem Publikum einen neuen Tanzpartner, der dafür das mitgeführte Blumensträußchen erhält (“ Sträußlesbum”, Sträußlesmadla”). Die acht Damen dieses Puplikumstanzes erhalten von ihrem Tanzpartner nach der Aufführung ein kleines Geschenk (“ a Kerwa kaafn”).

Nach diesem “Kerwa aufspielen” geht es über die Treppe (“ die Lizza”) zum Tanzboden (“ Bruck “) - die beide nur zur Lindenkirchweih an und in das ganzjährig vorhandene, vor allem von acht Sandsteinsäulen getragene Gerüst gebaut werden - in die Krone der alten, ehrwürdigen Tanzlinde. Ein weiterer Tanz der Platzpaare eröffnet dann den “Tanz auf der Linde” zu dem auch die Musik in einem eigenen Häuschen oben neben der Bruck platz nimmt, und das bunte Treiben auf dem “Plootz” beginnt.

Zur allgemeinen Unterhaltung gibt es eine Sandkegelbahn, auf der im Laufe des Sonntags und Montags jeweils ermittelt wird, wer mit drei Wurf in die Vollen (mit “Vorschreiben”, ein kaum erklärbares Verfahren) die meisten “Holz” erzielt. Der Tagessieger erhält bei Einbruch der Dunkelheit einen Bierkrug mit graviertem Zinndeckel (“des Krügla”) zur Erinnerung.

Am Sonntag Nachmittag finden neben dem allgemeinen Kirchweihtreiben eine Kirchenführung und die Besteigung des Kirchturms statt. Am Abend folgt dann der “Tanz auf der Linde” und buntes Kirchweihtreiben.

Früher fand am Montagmorgen in einem Dorfwirtshaus (beim “Schreiner”) der Frühschoppen statt, bei dem es nur Bier und “Blaug`sud`na” ( in Essig-Zwiebel-Sud erhitzte fränkische Bratwürste ) gibt. Nachdem der “Schreiner” schließen musste, wurde der Frühschoppen an den “Plootz” verlegt und ist inzwischen ein unverzichtbarer Teil der Lindenkirchweih geworden.

Nach dem Rumspielen wird am Montagabend wieder auf der Linde getanzt. Im Laufe des Abends wird der nicht mehr benötigte “Plootzhem`l” verlost und mit Marschmusik zum neuen Besitzer begleitet, wenn`s nicht zu weit ist.

Am Dienstag Abend endet die “Limmersdorfer Lindenkirchweih”, nachdem der “Biersprenger” mit Füllung versteigert wurde, mit einer humorvollen “Predigt” des “Kerwa-Pfarrers” über den Ablauf und die Vorkommnisse der Kirchweihtage und dem Einholen der “Lizza”.

Termin:

Die Limmersdorfer Tanzlindenkirchweih findet rum um St. Bartholomä (24.August) statt, falls dies ein Sonntag ist oder um den Sonntag danach. Auftakt ist der jeweilige Donnerstag davor, Ende am Kirchweigdienstag danach.

Saison:

St. Bartholomä (24.8.)

Links:

http://www.lindenkirchweih.de/
http://www.tanzlindenmuseum.de/
http://www.dieromantischendrei.de/download/tanzlinden_radweg.pdf
http://www.tanzlindenmuseum.de/

 

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