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Erlebnisse im Landkreis Kulmbach

 

 

Goldene Adlerhütte: Naturlehrpfad und bergbaukundlicher Lehrpfad im Kosertal

Heute eine Privatklinik: ehem. Fabrikantenvilla in der  Goldenen Adlerhütte  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt

Heute eine Privatklinik: ehem. Fabrikantenvilla in der Goldenen Adlerhütte | Bildquelle: Uta Hengelhaupt

Heute eine Privatklinik: ehem. Fabrikantenvilla in der  Goldenen Adlerhütte  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Im Koserbachtal  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt kaum zu glauben: aber das idyllische Kosertal war einst Standort vieler Hütten und Fabriken  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Bergbaukundlicher Lehrpfad  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Altes Wehr am Koserbach  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Wasserspiel  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Naturlehrpfade rund um die Goldene Adlerhütte  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Naturlehrpfade rund um die Goldene Adlerhütte  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Naturlehrpfade rund um die Goldene Adlerhütte  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt

Beschreibung:

Hinter dem klangvollen Ortsnamen Goldene Adlerhütte verbarg sich in früheren Zeiten der Standort einer schon im 15. Jahrhundert belegten Erzgrube. Später wurde am Ort u.a. auch eine Türkischrotgarnfärberei etabliert, die 1882 von der aus Erlangen stammenden Hugenottenfamilie Margerie erworben wurde. Dr. Eduard Margerie, der in der Region als bedeutender Heimatforscher bekannt ist, gründete hier in zwei repräsentativen Wohnhäusern aus elterlichem Besitz ein Nervensanatorium, das als Privatklinik heute noch besteht.

Wer den Ort besucht, ahnt kaum, dass er sich hier in einem ehemaligen Industrierevier befindet, das auch als "Ruhrgebiet des Kosertales" mit Bergbau, Schmelzöfen, Vitriolwerk, Rotgarnfärberei und Porzellenfabrik bezeichnet wurde. Grund genug aber, das Koser- und das benachbarte Schorgasttal durch Themenwanderwege zu erschließen. Auf vielen Kiliometern kann man inzwischen die Region erkunden und sich an gut gestalteten Infotafeln mit der Geschichte oder mit Flora und Fauna der Region auseinandersetzen.

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Kulinarisches:

Unter: http://www.wirsberg.de/ findet man eine Auflistung verschiedener Gastronomiebetriebe in Wirsberg.

Wer auf dem bergbaukundlichen Wanderweg wandert, kommt in Neufang am Gasthaus Steinlein vorbei. Bereits in 5. Generation wird das Haus im Familienbesitz geführt. Eine Schanklizenz besteht schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts.

Vielversprechend sind die Ankündigungen der eigenen Homepage (http://gasthof-steinlein.de): "Die Seele unseres Dorfwirtshauses ist die alte Wirtsstube mit dem alten Kachelofen und der Ahnengalerie. Hier kommen Wanderer zu einer zünftigen Brotzeit, Einheimische zum Dämmerschoppen oder einer Runde Schafkopf (= bayr. Kartenspiel) und Gäste, die sich vom Wirt über die Geheimnisse des Schnapsbrennens informieren lassen. Nach der Bestellung folgt die unausweichliche Frage nach der Herkunft der Gäste, dann werden Gemeinsamkeiten oder bekannte Personen gesucht, denn: in Eifing trifft sich die Welt. An Sonn- und Feiertagen wird die traditionelle fränkische Küche gepflegt: Es gibt verschiedene Braten und zweierlei selbst gemachte Klöße - aber keine Pommes. In der alten Wirtsstube finden etwa 30 Personen Platz, für größere Festlichkeiten stehen in der neuen Wirtstube Räumlichkeiten für bis zu 80 Personen zur Verfügung."

Die Passion des Wirts ist die eigene Obstwiese, auf der seit 1994 über 200 Obstbäume regionaler Sorten gepflanzt wurden. In der eigenen Brennerei, deren Brennrecht seit 1794 besteht, werden nur handverlesene Früchte eigener Ernte veredelt. Dabei wird die Maische in reiner Spontangärungen, also ohne jegliche Zusätze, erzeugt. Das bedeutet, dass Alkohol bei Steinleins ganz natürlich und rein aus der Frucht gewonnen wird. Näheres liest man wiederum auf der Homepage des Gasthauses: "Die Früchte werden in einem Fass mit einem Gärspund luftdicht abgeschlossen. Die fruchteigenen Hefeenzyme spalten den Fruchtzucker und den Traubenzucker auf: Das Obst vergärt zur Maische. Bei diesem Vorgang, der je nach Fruchtart und Raumtemperatur 2-6 Wochen dauert, muss die Raumtemperatur konstant bleiben, damit der Gärprozess nicht beeinträchtigt wird. (…) Die Maische wird im Brennofen erhitzt, bei 78,4°C verdampft Alkohol, der abgekühlt (= niedergeschlagen) wird, also kondensiert: Tröpfchenweise (destillare = abtropfen) wird reiner Fruchtalkohol gewonnen. Dieses im Prinzip sehr einfache Verfahren, nämlich alkoholischen Dampf zu erzeugen und diesen niederzuschlagen, ist sehr arbeits- und zeitaufwändig.

Neben Geduld ist besonders das Wissen über Obst - wie etwa die Unterscheidung zwischen Baum-, Pflück-, Genuss- und Brennreife unerlässlich. "

Wer mehr über die alte Kulturtechnik des Brennens und Steinleins Kunst der Veredelung erfahren möchte kann sich vor Ort ein persönliches Bild machen und den Geschmackssinne schärfen. So kann man an einigen Tagen in Herbst und Winter beim Schnapsbrennen dabei sein oder auch zum Verkosten vorbei kommen. Denn bei Steinleins erlebt man den natürlichen Geschmack reiner Fruchdestillate ohne künstliche Aromen und sonstige Zusätze.

Links:

http://www.wirsberg.de/
http://gasthof-steinlein.de/

 

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