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Steigerwald (Naturpark): Karpfenteiche - kleine Naturparadiese

Der Schloßteich in Oberküps  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt

Der Schloßteich in Oberküps | Bildquelle: Uta Hengelhaupt

Der Schloßteich in Oberküps  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Fischteich am Allbach  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Fischteich bei Reichmannsdorf  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Fischteich am Allbach  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Karpfenweiher am Fischgallbach  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Karpfenweiher  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Ringelnatter am Karpfenteich  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Posthornmuscheln als ökologische Teichpfleger  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Spiegelkarpfen  |  Bildquelle: Fischereifachberatung Bezirk Oberfranken Karpfen beim Laichen  |  Bildquelle: Fischereifachberatung Bezirk Oberfranken Karpfenteiche sind artenreiche Ökosysteme  |  Bildquelle: Fischereifachberatung Bezirk Oberfranken

Beschreibung:

Große Teile des Steigerwaldes gehören zum Naturpark gleichen Namens. Vor allem der Norden ist geprägt von ausgedehnten Buchenwäldern mit bis zu 300 Jahre alten Baumveteranen.

Im Westen fallen die Steigerwaldhänge steil zum Main ab. Von Sand am Main im Norden bis zum mittelfränkischen Bad Windsheim und zur Burg Hoheneck bei Ipsheim, dem südlichsten Weinbaugebiet Frankens, erstrecken sich die sonnenverwöhnten Weinlagen des Steigerwaldes, die besonders charaktervolle Weine hervorbringen.

Im Osten und Süden durchziehen naturbelassene Bäche den Steigerwald, die häufig zu glitzernden Teichketten aufgestaut sind. Die Teichwirtschaft im Steigerwald hat eine bald 1000jährige Tradition. Die Zisterzienser in Ebrach, die Benediktiner aus dem Bamberger Kloster St. Michael, aber vor allem auch die Fürstbischöfe von Bamberg selbst führten die Teichwirtschaft in der Region vom 13. bis 16. Jahrhundert zu einer bis heute nicht wieder erreichten Blüte. Auch der typische Spiegelkarpfen - bekannt als Aischgründer Karpfen - geht auf Züchtungen der bischöflichen Zeit zurück.

In den naturnahen Teichen des Steigerwaldes werden Karpfen artgerecht gehalten. Bei einem Besatz von 800 bis 1.000 Fischen pro ha stehen den heranwachsenden Karpfen mehr als 10 m³ als Lebensraum zur Verfügung. Karpfen ernähren sich überwiegend von den Kleinlebewesen im Teich sowie von wirtschaftseigenem Getreide. Sie sind also Naturprodukte im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Teichlandschaften sind zudem ein wichtiger Bestandteil der Naturlandschaften des Steigerwaldes. Häufig bilden sie eigene Biotopverbunde mit artenreicher Flora und Fauna. Sie regulieren den Wasserhaushalt und den Grundwasserspiegel in einer von häufigen Trockenphasen heimgesuchten Region. In den Flachwasserzonen siedeln sich zahlreiche, zum Teil auch seltene Wasserpflanzen an. Die Wasserflächen und ihr Umland bilden auch die Lebensgrundlage für viele Libellen-, Wasserkäfer- und Amphibienarten. Auch Wasservögel sind in unseren Regionen auf Teiche als Lebensgrundlage angewiesen. Damit sind vor allem Karpfenteiche ausgesprochen artenreiche Flächen, was dazu führt, dass sie mit ihrem Umland häufig als Naturschutzgebiete ausgewiesen werden.

Der Landkreis Bamberg (Wirtschaftsförderung) und der Tourismus- und Kongress-Service Stadt Bamberg weisen im Wanderführer durch das Bamberger Land eine attraktive Tour "ins Land der 1000 Teiche" zwischen Schlüsselfeld und Reichmannsdorf aus. Unter https://www.landkreis-bamberg.de/PDF/Wandern_in_und_um_Bamberg.PDF kann man sich eine mit Karten und detaillierten Wegebeschreibungen ausgestattete Broschüre herunterladen und die attraktiven Tourenvorschläge ausprobieren

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Kulinarisches:

Karpfen verschiedener Zubereitungsformen gehört in Oberfranken zu den typischen Spezialitäten vieler eingesessener Wirtshäuser. Man verzehrt Karpfen, die nach dreijährigem Wachstum abgefischt werden, in den Monaten mit "R", also von Oktober bis April. Da jedoch nicht in der gesamten Saison Karpfen aus oberfränkischen Teichen zur Verfügung stehen, lohnt es, den Wirt nach der Herkunft der angebotenen Fische zu fragen.

Zu den häufigsten Zubereitungsformen gehören inzwischen gebackene Karpfen und Pfefferkarpfen. Karpfen "blau", der im süßsauren Wurzelsud gedämpft wird, stellt die typische Form der Fastenspeise dar. Auch "Karpfen Müllerin Art" oder Karpfenfilets in unterschiedlichen Zubereitungen werden gerne gegessen.

Auch auf der Tour ins Land der 1000 Teiche kommen Sie an mehreren Karpfenwirtschaften vorbei. Unter: http://www.schluesselfeld.de/ finden Sie eine Liste der örtlichen Gastronomiebetriebe. In Reichmannsdorf lädt die Gastronomie im Schloß zu stilvollen Tafelfreuden im barocken Ambiente.

Links:

https://www.landkreis-bamberg.de/PDF/Wandern_in_und_um_Bamberg.PDF?ObjSvrID=1633&ObjID=5621&ObjLa=1&Ext=PDF&WTR=1&_ts=1407488895

 

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