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Bamberg: von Fischpass bis Fischerstechen - Flusserlebniss

Blick vom Anwesen Kapuzinerstraße 5 auf Regnitz und Dom  |  Bildquelle: Genussregion Oberfranken / Martin Bursch

Blick vom Anwesen Kapuzinerstraße 5 auf Regnitz und Dom | Bildquelle: Genussregion Oberfranken / Martin Bursch

Blick vom Anwesen Kapuzinerstraße 5 auf Regnitz und Dom  |  Bildquelle: Genussregion Oberfranken / Martin Bursch Klein-Venedig in Bamberg  |  Bildquelle: Genussregion Oberfranken / Martin Bursch Fischer in Bamberg  |  Bildquelle: Genussregion Oberfranken / Martin Bursch Der Fischpass im ERBA-Gelände  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt wie ein eingewachsener Bach: der Fischpass im ERBA-Gelände  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt der Wasserspielplatz am Fischpass im ERBA-Gelände  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt der Fischpass im ERBA-Gelände  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Der Fischpass an der Hainbrücke  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Partie am Flußpfad: die alte Fischwinterung am Mühlwörth  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Partie am Flußpfad: die Regnitzfähre vor der Villa Concordia  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Partie am Flußpfad: das alte Schleusenwärterhaus Nr.100  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Fischfest am Mühlwörth  |  Bildquelle: BAMBERG Tourismus & Kongress Service Fischerstechen auf dem Höhepunkt der Sandkerwa  |  Bildquelle: BAMBERG Tourismus & Kongress Service Fischerstechen auf dem Höhepunkt der Sandkerwa  |  Bildquelle: BAMBERG Tourismus & Kongress Service Weißfisch  |  Bildquelle: Genussregion Oberfranken / Martin Bursch ein blühendes Paradies: rund um den Fischpass im ERBA-Gelände  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Der Fischpass im ERBA-Gelände  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt Partie am Fischpass im ERBA-Gelände  |  Bildquelle: Uta Hengelhaupt

Beschreibung:

Die Regnitz war und ist eine der Lebensadern Bambergs. Versteht man dies heute eher im ökologischen Sinn, war der Fluss über Jahrhunderte auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der Mühlen und andere Maschinen antrieb, Güter bewegte und die Bevölkerung mit dem begehrten Lebensmittel Fisch versorgte. An diese einstigen Bedeutungen und die heutigen vielfältigen Verbindungen zu Kultur, Ökologie und Ökonomie erinnerte die Ausstellung "Im Fluss der Geschichte. Bambergs Lebensader Regnitz" im Historischen Museum Bamberg. Der Verein "Flussparadies Franken" hat dazu in Zusammenarbeit mit der Stadt Bamberg und weiteren Akteuren und Sponsoren einen Flusspfad durch Bamberg ausgewiesen und mit 23 Informationstafeln versehen.

Darüber hinaus gibt es von den beiden Fischpässen im neu angelegten ERBA-Park und im Bürgerpark Hain bis zum historischen Fischerstechen während der Bamberger Sandkerwa rund um das Thema Fluss und Fischerei in Bamberg noch vieles mehr zu erleben.

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Kulinarisches:

Zu den besonderen Spezialitäten an Regnitz und Main gehören die Weißfische, die früher zahlreich und damit auch für einfache Leute erschwinglicher waren, als die teuren Edelfische. Die Bezeichnung als "Maafischla" oder "Meefischli", die in Ober- und Unterfranken noch heute als Synonym für die verschiedenen essbaren Arten der Weißfische gebräuchlich ist, legt diese Bedeutung nahe.

Da der Artenreichtum der Weißfische in den letzten Jahrzehnten jedoch deutlich zurück ging, ist das Angebot inzwischen selten. Man erhält sie frisch gefangen als sog. Backfische z.B. bei der Fischerfamilie Kropf in Bamberg (Kapuzinerstraße 5) oder bei den Bischberger Fischern. Dort werden sie auch in schwimmendem Fett frittiert zur Kerwa angeboten.

Das Bamberger Land hat auch eine lange Tradition in der Teichfischzucht. Da Fisch insgesamt eine der wichtigsten Fastenspeisen war, gehen viele der heute noch bestehende Fischteichanlagen in der Region auf die Zeit der frühen Klöster, namentlich der Zisterzienser zurück. Schon im Mittelalter gab es in Bamberg einen extra ausgewiesenen Fischmarkt, auf dem vor Fasttagen oder in den jeweiligen Fastenwochen des Jahres Fische angeboten wurden. Wer es sich leisten konnte, bevorzugte den teuren Süßwasserfisch. Für die einfachere Bevölkerung stand dagegen eingesalzener, in Tonnen als Beifracht transportierter Hering oder der noch preiswertere norwegische Stockfisch an Fasttagen auf dem Speisezettel.

Als ein besonderes Beispiel städtischer Wirtschaftsgeschichte und Daseinsvorsorge hat sich in Bamberg die "Ratsherrliche Fischwinterung" erhalten. In der Nähe der heutigen Villa Concordia am linken Regnitzarm wurde für die Versorgung der Ratstafel mit Karpfen während der winterlichen Jahreszeit ein Teichsystem angelegt, das durch den nahen Fluss mit Frischwasser versorgt und eisfrei gehalten wurde. Auch die rund um Bamberg und im Coburger Land erhaltenen Seehöfe - die ursprünglichen Amtssitze der Fisch- und Seemeister, die sich wie im Falle des Schlosses Seehof bei Memmelsdorf mit der Zeit zu prachtvollen Schlossanlagen entwickeln konnten - sind herausragende Kulturzeugnisse der langen Geschichte der Teichfischzucht in Oberfranken.

Termin:

Die Bamberger Sandkerwa findet um das dritte Wochenende im August statt, die Bischberger Kirchweih folgt Ende August / Anfang September.

Saison:

ganzjährig

Links:

http://flussparadies-franken.de/regnitzinbamberg/flusspfad.html
http://www.wwa-kc.bayern.de/fluesse_seen/massnahmen/fischpass_erba/
http://www.sandkerwa.de/startseite/
http://www.bischberg.de/texte/seite.php?id=32454

 

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